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News
27.06.2017, 23:17 Uhr | Übersicht | Drucken
Gründung von Stadtwerken: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Gemeinsame Stellungnahme des CDU-Stadtverbandes Rietberg und der CDU–Fraktion Rietberg

Nach einer europaweiten Ausschreibung hat nur ein einziger Interessent, nämlich die Stadtwerke Soest, ein Angebot abgegeben. Das ist ernüchternd, insbesondere da vollmundig eingeredet wurde, dass Rietberg mit Langenberg einen attraktiven Markt bilden würde. Hiervon kann nun überhaupt nicht mehr die Rede sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass die Stadtwerke Soest nicht nur alleiniger Anbieter sind, sondern auch der Wunschpartner der Verwaltung.


Eine echte Auswahl gibt es nicht. Offensichtlich ist die Ausschreibung so maßgeschneidert gewesen, dass sie für andere Anbieter nicht mehr interessant war. Das ist schade.

Eine Entscheidung ohne Vergleichsangebot, à la „friss oder stirb“, kann doch nicht im Sinne der Rietberger sein!

Die CDU bleibt bei ihrer Kritik, dass die Gründung eigener Stadtwerke zum Vertrieb von Strom und Gas überflüssig wie ein Kropf ist und sich die Stadt besser um die dringenden Anliegen kümmern sollte:  Schaffung von Wohnraum, die Ausweisung von Gewerbeflächen, den Erhalt der Infrastruktur im Außenbereich und vor allem um die Herausforderungen mit der Sanierung oder dem Neubau des Schulzentrums. Das sind die Maßnahmen, die Priorität haben müssen. Eine Verzettelung muss vermieden werden.

Rietberger Bürger brauchen keine eigenen Stadtwerke, um mit günstigem Strom und Gas versorgt zu werden. Nach den Tarifen der Stadtwerke Arnsberg, die der Kooperation der Stadtwerke Soest mit Rietberg als Vorlage dient, gibt es etliche Anbieter, die günstiger sind. Eine Recherche bei Verivox oder anderen Vergleichsportalen bringt dieses Ergebnis schnell zu Tage.

Warum soll ein Kunde dann ausgerechnet zu den Stadtwerken Rietberg wechseln?

Zu bedenken sind auch die mangelnden Einflussmöglichkeiten der Stadt. Die alte Kaufmannsweisheit „Im Einkauf liegt der Segen“ ist ausgehebelt. Mit der gemeinsamen Gesellschaft mit den Stadtwerken Soest ist die Stadt mit Gedeih und Verderb von den Stadtwerken Soest abhängig. Sie kann Strom und Gas nur von den Stadtwerken Soest beziehen.

Auch darf das erhebliche finanzielle Risiko der Stadt nicht unterschätzt werden. Sie muss einen sechsstelligen Betrag investieren, um die Gesellschaft ans Laufen zu bringen. Wann und ob dieser Betrag zurückfließt, steht in den Sternen. Der harte Wettbewerb und die zunehmende Internetnutzung lassen große Zweifel aufkommen, ob in Zukunft überhaupt Überschüsse erzielt werden können. Diese Zweifel können auch durch noch so schöne Musterrechnungen und Business-pläne nicht beseitigt werden.

Für die Stadtwerke Soest ist die Interessenlage klar. Ihr brechen, wie auch bei vielen anderen alten Stadtwerken, die Kunden weg. Sie ist daher dringend angewiesen, die Kundenverluste durch Erweiterung der Absatzmärkte auszugleichen.

Es verblüfft, dass sich die FWG des Bürgermeisters thematisch vor den Karren der SPD spannen lässt. Der Wunsch nach Rietberger Stadtwerken ist der Dauerbrenner der SPD. Es bleibt die Frage im Raum, ob die SPD jetzt den Preis für die Unterstützung des Bürgermeisters einfordert. Aber eins ist klar, Politik muss zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger geschehen und nicht damit eine Partei ihren Wunschtraum erfüllt bekommt.



aktualisiert von Team Rietberg, 05.07.2017, 19:56 Uhr