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Ortsverband Neuenkirchen - Aus Neuenkirchen
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10.01.2016 Neujahrsfrühschoppen der CDU Neuenkirchen







Anbei die Rede von Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans.




Ortsvorsteherin                                                                                         Neuenkirchen,
10.01.2016

Bärbel Diekhans

 

Es gilt das gesprochene Wort

 

Liebe Neuenkirchenerinnen und Neuenkirchener, liebe Gäste,

wieder ist ein Jahr vergangen, und das kommt einem schneller vor denn je. Vieles ist geschehen, hat sich entwickelt, nicht immer nur Positives, im Privaten wie in unserem Ort und unserer Stadt. Zu Beginn möchte ich Ihnen und Euch erst einmal alles Gute für die kommenden 356 Tage wünschen, vor allem Gesundheit, das ist das Wichtigste. Dazu Zufriedenheit und Glück.

City Outlet, Verkaufsflächen, Parkhaus, Bereitstellung kommunaler Räumlichkeiten, Verkauf der alten Südtorschule – das sind schon seit Monaten die Themen, die die Kommunalpolitik beherrschen – in unserer Hauptstadt…. Fast könnte man meinen, wir hier in Neuenkirchen sind vergessen und bei uns ist nichts mehr los. Doch weit gefehlt: Wir stecken nicht mehr, wie die Rietberger, am Anfang einer neuartigen, intensiven Stadtentwicklung, wir hier in Neuenkirchen sind schon mitten drin. Mit großem Engagement unserer Bürger und Vereine  sind wir dabei, unser sehr gutes integriertes Handlungskonzept zur positiven Dorfentwicklung Stück für Stück umzusetzen, mit großer Einigkeit und fast ohne große mediale Betrachtung. Nun gibt es den bekannten Mediensatz: Only bad news are good news, oder frei übersetzt, nur negative Schlagzeilen bringen öffentliches Interesse. Ziehe ich den Rückschluss daraus, dann läuft bei uns in Neuenkirchen vieles so positiv, dass es gar keine Schlagzeilen wert ist.

Unser Weg der Verbesserung unseres Stadtteils ist ein anderer als der in Rietberg. Die Bürgerschaft war von Beginn an bei uns intensiv beteiligt, es wurden ihre Ideen und Wünsche aufgenommen und in der Lenkungsgruppe und in mehreren Bürgerversammlungen fand alles die notwendige Aufmerksamkeit. Nur so kann heutzutage der Weg sein, Bürger intensiv einbinden, das verhindert nicht nur Politikverdrossenheit, es führt auch zu einer großen Identifikation der Menschen für ihren Heimatort. Wer sein Heimatdorf liebt, der ist bereit zur aktiven Mitgestaltung. Je mehr kreative Ideen der Menschen, die im Ort leben und teilweise auch arbeiten, je mehr kann man in der Gesamtheit bei Projekten und der Zukunftsgestaltung an Bestmöglichem erreichen.

Stadt und das Planungsbüro Junker und Kruse sind ein Stück weit des Weges sehr positiv mit uns gegangen und tun es  durchaus auch weiterhin, auch wenn fehlendes Geld im Stadtsäckel verhindert, dass wir alle Maßnahmen gleichzeitig umsetzen können. Aber vielleicht ist das sogar gut so, denn: gut Ding will manchmal auch Weile haben.

Unsere Schwerpunkte also, anders als in Rietberg, liegen nicht auf der ungebremsten Entwicklung von Einkaufsmöglichkeiten. Wir haben tolle Menschen hier und eine funktionierende Infrastruktur. Unsere Einzelhandelsgeschäfte und Lebensmittelmärkte im Ort sind zuallererst für uns Neuenkirchener da, nicht für Tagestouristen. Und sie sollen es auch bleiben. Deshalb appelliere ich an alle, auch in unseren Geschäften vor Ort einzukaufen! Nur dann haben unsere Händler, aber auch die Gastronomie, die Tankstellen, Apotheken und Ärzte eine gute Zukunftsperspektive. Und wir mit Blick auf kurze Wege mit ihnen. Helfen sie da alle mit, das wäre ein Wunsch von mir für das Neue Jahr und die folgenden.

Auch ich wurde angesprochen und das mehr als einmal, bei uns eine Shoppingmeile installieren zu lassen. Das könne den Ortskern beleben, war eines der Argumente. Aber machen wir uns nichts vor. Wir sind keine historische Altstadt, wir haben keine 9000 Quadratmeter an Flächenpotential. Wir haben zwar eine tolle aber nicht für Besucheranstürme ausreichende Gastronomie. Außerdem, und das ist das Wichtigste eigentlich: Das Kaufverhalten der Menschen ändert sich. Wer etwas braucht, schaut mehr und mehr im Internet, lässt Bequemlichkeit walten und Waren anliefern. Mehr Auswahl zu günstigeren Preisen kann nunmal keine Kleinstadt, kein Stadtteil liefern. Bei der jüngeren Generation ist das längst ein Selbstverständnis und den Weg in diese Richtung beschreiten immer mehr.  Ansonsten heißt Einkaufsverhalten Erlebniseinkauf, so wie im Centro Oberhausen und so wie demnächst auch in Bielefeld, wo derzeit auch ohne die sowieso schon vorhandenen vielen Geschäfte in der Innenstadt eine Einkaufspassage errichtet wird, die annähernd das 3-fache an Fläche des gesamten Rietberger City Outlet haben wird. Wie also sollten wir in Neuenkirchen dagegen ankommen? Bei uns geht Stadtentwicklung auf andere Weise, wir gehen Schritt für Schritt den Weg einer Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur. So wie mit unserem Kreisel, der wirklich eine Entlastung bedeutet und für den die CDU sich schon vor Jahren vehement eingesetzt hat, ehe die FWG überhaupt diesem Projekt zustimmen wollte. Jetzt ist der Kreisel da und alle sind begeistert.  Das innerörtliche Fuß- und Radwegenetz wird ausgebaut. Es entsteht zudem ein neuer öffentlicher Park, Stadlers Garten und mit ihm auch die naturnahe Gestaltung und ökologische Verbesserung unseres Dorfgrabens. Die Haushaltsmittel der Stadt sind veranschlagt mit 740.000 Euro, 70 Prozent davon steuert das Land bei. Nicht alles Geld bleibt also in der Altstadt von Rietberg, wie manche meinen.

Unbedingt Gebrauch machen sollten Sie und Ihr und alle weiteren Immobilieneigentümer von den Fördermitteln der Stadt für die Modernisierung und Herrichtung von Gebäuden im zentralen Wohnbereich, das Fördergebiet reicht von der Friedensstraße die Lange Straße entlang bis zum Kreisverkehr, dazu der Bereich vom Marktplatz bis zum Kreisel, und der Norden der Langen Straße mit Kirchlatz, Kolpinghaus, Bürgerhaus Alte Volksschule und Altem Feuerwehrgerätehaus.  Informationen und Antragshilfen gibt es bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Rietberg. Macht regen Gebrauch davon, dann werden wir zum zweiten großen Schmuckkästchen im Stadtgebiet!

Straßensanierungen wurden vorgenommen, laufen derzeit. Leider musste der Ausbau für den Bereich am Markt aus Kostengründen auf 2019 verschoben werden. Wir bleiben als  CDU und ich als Ortsvorsteherin sowieso garantiert am Ball, damit wir nicht vergessen werden.

Gelder, wenn auch nicht in erhoffter Höhe, gibt es mit den vom Rat bewilligten 250.000 Euro für die Sanierung des alten Fußballplatzes. Unser TuS Westfalia gibt die Hoffnung nicht auf und nimmt, wie es uns Neuenkirchenern eigen ist, das Projekt Kunstrasen dann eben selbst weiter in die Hand. Bitte, unterstützt Ihr alle unsere Sportler in ihrem Engagement. Auf dem Adventsmarkt, der zum Glück weiter Bestand hat dank unserer Schützenbruderschaft und den kurzfristig gefundenen Mitstreitern, gab es ja bereits reichlich Gelegenheit, am Stand des TuS über die Planungen zu sprechen. Eine tolle Sache, weiter so, liebe Westfalia.

Was nicht nur mich besonders freut und zu den positiven Meldungen des Jahres 2015 gehört, ist die Nachricht vom Erhalt unserer Martinschule. Eine tolle und erfolgreiche Förderschule, deren Einzugsbereich nun wächst, und in dem auch, und da bin ich mir ganz sicher, die Pädagogen, die Schulleitung und alle weiteren Verantwortlichen im Team ihre wunderbare Arbeit mit gleichem Elan fortsetzen werden.  Auch unsere Grundschule macht eine klasse Arbeit. Künftig wartet auf die Leitung mehr Arbeit, denn sie wird im Verbund mit Varensell weitergeführt. Spricht, Varensell ist ein Teilstandort, kann dadurch erhalten werden und die Kinder aus dem Klosterdorf müssen keine weiten Fahrten zum Unterricht auf sich nehmen. Es ist ein großes  Glück, dass es die rechtliche Möglichkeit der Bildung von Schulverbünden gibt, so wirkt man übergroßen Schuleinheiten für die Kleinsten entgegen.

Natürlich kann ich als Ortsvorsteherin nicht am Thema Flüchtlinge vorbei in meinem Grußwort zu diesem Neujahrsempfang der  CDU, das zweite beherrschende Thema auch in den lokalen Medien seit dem Sommer 2015. Für uns in Neuenkirchen gilt und ich hoffe, das bleibt auch so, solange wir Flüchtlingen ein dauerhaftes oder auch nur vorübergehendes Zuhause geben können und dürfen: Die Willkommenskultur und die Hilfsbereitschaft sind groß. Vielleicht, weil wir alteingesessenen Neuenkirchener sowieso in einem Schmelztigel der Kulturen leben seit Jahrzehnten, weil wir Toleranz und Miteinander ebenso lange kennen und vor allem immer sehr positive Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe und wünsche sehr, dass das auch so weitergehen wird und appelliere auch hier an alle Anwesenden sich bestärkend und positiv einzubringen und fremdenfeindlichen Tendenzen, die es leider auch im Rietberger Land zunehmend gibt und die  sich vermehrt in sozialen Netzwerken abzeichnen, von Beginn an zu begegnen oder gar sie gleich im Ansatz im Keim zu ersticken. Bitte unterstützen Sie und unterstützt Ihr auch unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, Vereine und Verbände, denen hier mein ganzer Dank und meine Bewunderung gilt für ihren selbstlosen Einsatz für diese Menschen und Familien, aber auch für unser Neuenkirchen.

Ich bin mir sicher, wenn wir in allen Bereichen und mit allen Aspekten so weitermachen wie bisher, dann machen wir Neuenkirchener „Neuenkirchen für Neuenkirchener und die Neubürger“ schöner. Und dazu freuen wir uns dann über jeden einzelnen Besucher von außerhalb.

 

 Euch und Ihnen alles Gute für 2016

eingetragen von Team Neuenkirchen, 26.01.2016, 17:50 Uhr
   

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