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03.07.2016, 22:17 Uhr | Übersicht | Drucken
Christdemokraten fordern Paradigmenwechsel für die „Ewigkeitsbaustelle Schulzentrum“
CDU-Antrag zur Ratssitzung am 7. Juli

Die CDU-Fraktion im Rietberger Stadtrat fordert ein grundlegendes Umdenken bei der Umgestaltung der Rietberg Schullandschaft. Mit einem Antrag fordert sie die Verwaltung auf, einen Teilabriss des Schulzentrums zu prüfen und mit Überlegungen eines Neubaus zu kombinieren. Auslöser der CDU-Initiative  sind dramatisch gestiegene Sanierungs- und Investitionskosten rund um das Schulzentrum. Die Christdemokraten machen sich Sorgen, ob die aktuell von der Stadt geplanten Ausgaben wirtschaftlich nachhaltig sind.


Kostentreiber der Schulausgaben sind zwei Entwicklungen der letzten Jahre: Zum einen die Gründung der Gesamtschule, die ein anspruchsvolleres Raumkonzept vorsieht, als es noch bei Realschule oder Hauptschule der Fall war. Zum anderen verschlingt die Sanierung des Altbaubestands zwischen Cultura und Realschule einen erheblichen Teil der Stadtkasse. Es ist inzwischen bekannt, dass eine hohe, zweistellige Millionensumme benötigt wird, um das Schulzentrum den Anforderungen anzupassen.

CDU-Fraktionschef Marco Talarico wünscht sich, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und deswegen die von der Verwaltung entworfenen Konzepte gemeinsam kritisch zu hinterfragen: „So oder so müssen wir eine gehörige Stange Geld in die Hand nehmen. Daher sollten wir gründlich planen und prüfen, ob ein Teilabriss uns als Stadt nicht  langfristig besser dastehen lässt. Generationen von Rietbergern kennen dieses Schulzentrum nur als Baustelle, immer wieder wurden Räume an den ursprünglichen Baukörper angestückelt.“ Man könne da schon nicht mehr von einer Dauerbaustelle sprechen - Ewigkeitsbaustelle sei wohl treffender. Talarico: „Das muss aus unserer Sicht ein Ende haben!“ CDU Ratsherr Dr. Christian Brockschnieder ergänzt: „Uns bereitet große Bauchschmerzen, dass die Sanierungskosten im Altbau nur schwer zu kalkulieren sind. Wer weiß, welche Schadstoffe noch freigesetzt werden, wenn die Entkernung beginnt?“ Das Beispiel Emsturnhalle habe gezeigt, dass die tatsächlichen Sanierungskosten die Schätzungen von Planern und Verwaltung um ein Vielfaches übersteigen könnten. Darüber hinaus müsse der Altbau inklusionsfähig und barrierefrei umgebaut werden, der Einbau von Aufzügen werde ebenfalls Raum verschlingen, so dass zu befürchten ist, dass nach wie vor angestückelt wird.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der CDU ist, dass immer mehr Schulhoffläche durch Ersatzbauten verdrängt wird. Vom Schulhof bliebe nicht mehr viel übrig, wenn man an dieser Vorgehensweise festhalten wolle, meint Irmgard Bartels: „Im Endausbau von Gymnasium und Gesamtschule werden mehr Schüler als jetzt am Schulzentrum sein. Diese benötigen Bewegungsmöglichkeiten - und damit meine ich nicht die heute schon extrem langen Wege vom Klassen- zum Chemieraum.“ Es brauche nicht nur funktionale Räume, sondern auch ausreichend Schulhofflächen zum Toben und Abschalten. In Zeiten von Ganztagsangeboten gelte dies mehr denn je.

Fraktionsvize und Bauausschussvorsitzender Heinz Isenbort betont, dass bei dem Vorschlag der CDU mehrere Seiten profitieren könnten: „Gymnasium und Gesamtschule sind nicht länger mit ihren Räumen über das Schulzentrum verstreut, Räume ohne Tageslicht werden abgerissen. Außerdem entsteht eine Bausubstanz, die moderne Energiestandards erfüllt.“ Nicht zuletzt gehe es der CDU auch um neue städteplanerische Möglichkeiten, so Isenbort: „Die freiwerdende Fläche ist stadtnah gelegen und sehr attraktiv. Ebenerdige Parkplätze sind nur ein Beispiel dafür, was entstehen könnte.“

Der Antrag der CDU soll in der nächsten Ratssitzung am 7. Juli behandelt werden. Fraktionschef Talarico war es wichtig, schon im Vorfeld vertrauensvolle Gespräche mit der Verwaltung und den anderen politischen Parteien im Stadtrat zu führen. Das Anliegen der Christdemokraten sei mit Neugierde aufgenommen worden und die erste Resonanz sei vielversprechend, so Talarico. „Ich wünsche mir, dass die Verwaltung die Ideen in Planskizzen überträgt, damit wir als politische Entscheidungsträger die Varianten im Vergleich bewerten können.“



aktualisiert von Team Rietberg, 06.08.2016, 18:07 Uhr

   

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