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09.06.2009, 22:30 Uhr | Übersicht | Drucken
Ministerbesuch in Mastholte: NRW-Arbeits- und Sozialminister Laumann diskutiert mit Bürgern über Gesellschaft der Zukunft

"Sprache ist der Schlüssel für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Nur so gewinnen junge Menschen die Möglichkeit, ihr Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten." Hier liegt nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Ministers für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Karl-Josef Laumann, die Herausforderung der Politik für die nahe Zukunft.


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Politprominenz zu Gast in Mastholte, v.l. CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagskandidat Ralph Brinkhaus, Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Dr Michael Brinkmeier, Bundestagsabgeordneter Hubert Deittert, Mastholtes Unionsvorsitzender Robert

Laumann folgte der Einladung des CDU-Ortsverbands Mastholte, um über aktuelle Themen seines Ressorts vor Ort zu berichten. Nachdem sich der Minister zuvor im kleineren Kreis über die soziale Situation in Mastholte und Rietberg durch Vertreter der örtlichen sozialen Verbände informierte, hielt er vor den interessierten Bürgern eine nachdenkliche Rede.

Vor dem Hintergrund, dass es unsere Gesellschaft im Schnitt immer älter werde, sei es besonders schwierig, heute die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die potenziellen zukünftigen Arbeitnehmer und damit die Basis unseres Sozialsystems besuchen heute bereits Kindergarten und Grundschule. Aber genau dort setze unser Bildungsproblem an, so Sozialminister Laumann: 38 % der Kinder im ersten Schuljahr haben Eltern, die keine deutsche Schule besucht haben. Im Ruhrgebiet liegt dieser Anteil teilweise bei über 80 %! Das schlage sich vor allem in mangelnden Kenntnissen der deutschen Sprache nieder. Viele Kinder könnten deshalb ebenfalls nur unzureichend Deutsch sprechen und hätten massive Schulprobleme. „Zu viele junge Menschen ohne Schulabschluss und Ausbildung können in Zukunft den erarbeiteten Wohlstand nicht erhalten. Daher ist es nunmehr unsere wichtigste Aufgabe, alles dafür zu tun, dass Kinder von Anfang an die deutsche Sprache lernen und so am Schulunterricht teilhaben können", bilanziert der NRW-Minister. Natürlich gebe es auch heute in so genannten Problembezirken gute Schulen, wo Eltern, Lehrer und Schüler gut zusammenarbeiten - unabhängig von der Schulform, führte Laumann aus.

Natürlich beschäftigt auch die Finanz- und Wirtschaftskrise das Ressort des Ministers. Neben all den Negativmeldungen, die die Wirtschaftskrise mit sich zieht, ist Laumann jedoch stolz darauf, dass viele Unternehmen die Kurzarbeit den betriebsbedingten Kündigungen vorziehen. Das Erfolgsrezept vieler Unternehmen, um die derzeitige Krise zu überstehen, sei die soziale Partnerschaft zwischen Mitarbeitern und Firmeninhabern. „Gegenseitige Achtung ist wichtig“, betont Laumann. „In Nordrhein-Westfalen tun die meisten Unternehmen viel, um die Krise zu überstehen.“

Zur Frage des Beitritts der Türkei zur Europäischen Union bezogen Laumann und Elmar Brok MdEP kurz und eindeutig Stellung: „Mit der Erweiterung der Europäischen Union muss erst einmal Schluss sein!“ Zunächst müsse die innere Gemeinschaft gestärkt werden, bevor weitere Staaten aufgenommen werden könnten.

Nach einer angeregten Diskussionsrunde mit den Bürgern bedankte sich Mastholtes Unionsvorsitzender Robert Dirkwinkel: „Sie haben das wiedergegeben, was viele Menschen in der Region denken und glauben.“


 

www.karl-josef-laumann.de

 



| Team Rietberg, 13.11.2013, 08:33 Uhr

   

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