CDU Stadtverband | Rietberg
 
Archiv
27.03.2012, 10:58 Uhr | Übersicht | Drucken
Varenseller CDU erkundet historische Grenze zu Verl
Schnatgang widmet sich Gebietsreform


Einen Schnatgang (= Grenzgang) der besonderen Art hat die CDU Varensell gemeinsam mit der Verler CDU unternommen. Auf Einladung der beiden Vorsitzenden Wenzel Schwienheer und Matthias Humpert ging es in diesem Jahr nicht über eine bestehende, sondern über eine historische Grenze. Der Hintergrund: Im Zuge der kommunalen Neugliederung im Jahr 1970 war der nördliche Teil Varensells der heutigen Stadt Verl zugeschlagen worden. Seinerzeit wechselten zwei Quadratkilometer und 460 Einwohner die kommunale Zugehörigkeit.



Foto
Festes Schuhwerk war nicht umsonst empfohlen worden: Durchs Gelände ging es beim Schnatgang der CDU entlang der alten Varensell-Verler Grenze.
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hubert Deittert, selbst Varenseller und Kreis­ehrenvorsitzender der CDU, erklärte die Umstände des Gebietswechsels vor 42 Jahren: „Die Varenseller hatten seinerzeit mit Rietberg nicht viel zu tun und orientierten sich stärker nach Verl“, so Deittert. „Das traf vor allem auf jene Varenseller zu, die zum Kirchgang lieber die St.-Anna-Pfarrkirche als die Benediktinerinnenabtei besuchten. Auch die Schule spielte beim Zugehörigkeitsgefühl eine wichtige Rolle: Viele Varenseller Kinder besuchten die Realschule in Verl. Einen ernstlichen Widerstand gegen den Gebietswechsel hat es daher damals nicht gegeben.“

Das ehemalige Varenseller Gebiet, dessen Grenze die rund 50 Teilnehmer abschritten, war damals vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Heute beherbergt es das Industriegebiet Verl-Eiserstraße. Innovative Unternehmen, wie zum Beispiel Beckhoff-Automation, haben hier ihren Sitz und tragen zur Finanzstärke der Ölbachkommune bei. „Hier kann man sehen, wo heute in Verl die Kohle gemacht wird“, kommentierte Wenzel Schwienheer die erfolgreiche Entwicklung dieses ehemaligen Stückes Varensell. Deittert ergänzte, dies gehe aber in Ordnung, schließlich sei es die Stadt Verl gewesen, die das Entwicklungs­potential des Gebietes gehoben habe.

Auf der Rundwanderung, auf der es auch an der Grenze zu Bornholte sowie am alten und neuen Ölbach vorbeiging, gab es auch eine Kuriosität zu sehen: In der Stahlstraße liegt die Firma Deppe, durch deren Lagerhalle die heutige Grenze zwischen Varensell und Verl verläuft und die somit einen überdachten „Grenzübertritt“ möglich macht. Der rund sechs­einhalb Kilometer lange Schnatgang endete mit einem gemütlichen Beisammensein der beiden CDU-Verbände: Beim Verler Ratsherr Ulrich Pollmüller waren die Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

| Team Rietberg, 13.11.2013, 09:10 Uhr

   

Suche
     
News-Ticker
CDU Landesverband
Nordrhein-Westfalen
Ticker der
CDU Deutschlands
Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
0.12 sec. | 20609 Views